Spargel- und Gemüsesaisoneröffnung Knoblauchsland 2016

22 Apr 2016

Am Mittwoch, den 13. April, eröffneten die Fränkische Spargelkönigin Anna Heinnecke und die Knoblauchsländer Spargelprinzessin Veronika Höfler gemeinsam mit Staatsminister Dr. Markus Söder die Spargel- und Gemüsesaison im Knoblauchsland. Der 1. Spargelstich erfolgte auf dem Feld von Dieter Dresel in Neunhof bei sonnigem Wetter, im Beisein von Peter Höfler, Vorsitzender des Gemüseerzeugerverbandes, der beim anschließenden Spargelessen zahlreiche offizielle Gäste und die Presse begrüßen konnte. Das warme Wetter der vergangenen Tage hat beim heimischen Spargel für einen tüchtigen Wachstumsschub gesorgt. Nun sind dauerhaft die erforderlichen 12 Grad Celsius in 20 cm Tiefe erreicht, und der Verbraucher erhält ab sofort flächenmäßig frischen Spargel beim Direktvermarkter vor Ort. Das Knoblauchsland und der Spargel - auf dem Gebiet der Städte Nürnberg und Fürth (schwerpunktmäßig im Knoblauchsland) werden auf ca. 75 ha Spargel angebaut. In Mittelfranken (schwerpunktmäßig Nürnberg, Fürth, Erlangen und Roth) sind es knapp 300 ha. Der Spargelanbau stellt für unsere Region somit einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor dar. Etwa 10 Mio. Euro Verkaufserlös erwarten die mittelfränkischen Spargelbauern dieses Jahr. Damit trägt die Spargelproduktion nach wie vor wesentlich zur Existenzsicherung für viele Familienbetriebe bei und ist meist auch die erste Einnahmequelle im Frühjahr, führte Michael Brückner, MdL und BBV-Kreisobmann, aus. Die Regionalität und der Spargel - Spargel ist tatsächlich das Paradebeispiel eines saisonalen und regionalen Gemüses. Es hat sich seine hervorgehobene Stellung dadurch erhalten, dass es ihn wirklich nur begrenzte Zeit, nämlich ab jetzt bis Johanni am 24. Juni, frisch geerntet zu kaufen gibt. Außerdem ist er das erste Gemüse im Frühjahr, man kann sagen, der „Frühling auf der Zunge“. Zudem sind die kurzen Wege vom Feld zum Verbraucher beim Knoblauchsländer Spargel Trumpf, denn die regionale Nähe sorgt für ein Höchstmaß an Frische und Qualität. Immer mehr Verbraucher wissen diesen saisonabhängigen Genuss im Einklang mit dem Rhythmus der Natur zu schätzen. Und nur beste Qualität kann in einer Zeit des überreichlichen Nahrungsmittelangebots auf den Märkten überzeugen. Daneben bedeutet der Kauf von Regionalprodukten wie dem Spargel aktiven Umweltschutz, denn durch die kurzen Transportwege vom Erzeuger zum Verbraucher wird die Umwelt geschont und so zum Erhalt unserer schönen Kulturlandschaften beigetragen. Im Zeitalter der Globalisierung demonstriert man durch den Kauf von Regionalprodukten auch wieder ein Stück Verwurzelung im heimatlichen Boden und in der Region.  Auf dem Gebiet der Stadt Nürnberg wird schon seit mindestens 300 Jahren Spargel angebaut. Das ist echtes „Fair Trade“ aus dem fränkischen Knoblauchsland, sagt Michael Brückner, MdL und BBV-Kreisobmann. Der Mensch und der Spargel - verbindet eine uralte Liaison. Schon Hippokrates hat vor 2500 Jahren die entwässernde Wirkung des Spargels als Allheilmittel dargestellt. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Frischware ist in Bayern in den letzten Jahren stetig gestiegen und beträgt derzeit ca. 1,6 kg. Der großen Nachfrage folgend ist Spargel, laut Brunner, mit einer Gesamtbauchfläche von 2670ha die flächenmäßig bedeutendste Gemüsekultur in Bayern. 84 % des in Bayern verkauften Spargels stammen heute aus heimischer Produktion, so Horst Krehn, Leitender Landwirtschaftsdirektor, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth (AELF). Die Landwirtschaft und der Spargel - so leicht der Genuss, so schwer die Arbeit! Deshalb sollte man dieses  edle Gemüse auch mit Verstand, in Respekt vor der Natur und der bäuerlichen Handarbeit genießen. Speziell die in den letzten Jahren deutlich umfangreicher gewordenen administrativen Aufgaben belasten die meist kleinen mittelständischen landwirtschaftlichen Betriebe zunehmend, wie bspw. Wasserbilanzen pro Schlag, vielfältige Zertifizierungen des Handels, etc., besonders bei den vielen unterschiedlichen angebauten Kulturen, die das Knoblauchsland ja insgesamt prägen. Die Gesundheit und der Spargel - Spargel ist ein „leichter Genuss“, da er zu 93 % aus Wasser besteht. So enthalten 100 g Spargel  nur 18 kcal, ein Kinderriegel von 21 g dagegen „satte“ 118 kcal. Dies gilt natürlich nur für den Spargelsalat, oder warmen Spargel ohne Soße. Ein Pfund gekochter Spargel deckt den Tagesbedarf an Vit. C und E zu 80%, den Bedarf an Folsäure zu einem Viertel und 34 % der täglich empfohlenen Kaliumzufuhr. Spargel enthält kaum Fett und kein Cholesterin, aber reichlich sekundäre Pflanzenstoffe, denen viele gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden. Man kann sagen: „ Spargel ist ein schlankes Gemüse mit einem dicken Gesundheitsplus“! BMW und der Spargel – Lokalpatriotismus beweist als lokaler Sponsor die BMW Niederlassung Nürnberg, die die charmante knoblauchsländer Spargelbotschafterin und Spargelprinzessin Veronica Höfler in deren Amtszeit bis zum Tag der offenen Tür im Knoblauchsland mit einem BMW Active Tourer mobil hält. Traditionell wurde die gelungene Eröffnungsveranstaltung des AELF abgerundet durch Tipps rund um die Spargelzubereitung von der Fränkischen Spargel­königin Anna Heinnecke und der Knoblauchsländer Spargelprinzessin Veronika Höfler vor dem abschließenden gemeinsamen Spargelessen. 

 

 

 

Please reload

© 2020 Stadtmedien Nürnberg 

  • Wix Facebook page

Obermaierstr. 18 • 90408 Nürnberg