Flüssiger und fester Honig

8 Jul 2016

Bei der Ernte fließt der Honig klar und dickflüssig aus der Schleuder, und so kommt er oft auch ins Glas. Die klarflüssige Beschaffenheit ist aber kein Dauerzustand. Über kurz oder lang wird der Honig trüb und schließlich teigig fest.

 

Der Traubenzucker, der in allen Honigen reichlich vorkommt, ist auskristallisiert, der Honig „kandiert". Ob ein Honig rasch oder zögernd fest wird, hängt von der Sorte ab. Rapshonige und Löwenzahnhonige kandieren zügig, schon wenige Tage nach der Schleuderung. Die meisten Honigtauhonige (Waldhonige) lassen sich beim Kandieren viel Zeit. Die Bildung von Traubenzuckerkristallen im Honig ist ein natürlicher Vorgang, der nichts mit einer Verfälschung zu tun hat. Oft wird vermutet, es handele sich dabei um zugesetzten handelsüblichen Zucker. Das trifft nicht zu. „Kandieren" ist ein natürlicher Vorgang, der die Qualität nicht beeinflusst.

 

Erwärmt man kandierten Honig (möglichst nicht über 40°C), so wird er wieder weich und flüssig. Steht er dann wieder längere Zeit, geht er erneut in den kristallinen Zustand über.

 

Durch die schonende Gewinnung und sachgerechte Pflege des Honigs bleiben wertvolle Wirkstoffe erhalten, die für den menschlichen Körper unentbehrlich sind. Honig enthält organische Säuren, Vitamine und antibakterielle Stoffe. Wichtig für den Ernährungshaushalt sind auch die in Spuren enthaltenen Mineralstoffe wie Kalzium, Natrium, Kalium, Magnesium, Eisen, Phosphor und viele mehr.

 

Ihr Imker

Ludwig Wenzl

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