Treppensanierung auf dem Westfriedhof verzögert sich

9 Aug 2016

Die Friedhofsverwaltung der Stadt Nürnberg teilt mit, dass sich die Instandsetzung der Treppen auf dem Westfriedhof weiter verzögert, weil die beauftragte Firma nicht mit dem Bau begann und ihr gekündigt wurde. Im Moment werden Lösungen gesucht, allerdings zeichnet sich ab, dass ersatzweise angefragte Unternehmen allesamt ausgelastet sind und kurzfristig nicht einspringen können. Die Experten der Stadtverwaltung arbeiten derzeit an einer neuen Vergabe. Unter günstigen Umständen ist bestenfalls ein Baubeginn ab Oktober oder November 2016 vorstellbar.

 

Am Westfriedhof sind seit Jahren verschiedene Treppen baufällig. Inzwischen sind vier nicht mehr verkehrssichere Anlagen gesperrt und nicht mehr begehbar. Zwei dieser Treppen, und zwar die Verbindungen zwischen den Abteilungen 13 und 16 beziehungsweise den Abteilungen 12 und 18, sind seit 2014 sogar vollständig abgebrochen. Insgesamt müssen acht Treppenanlagen renoviert werden.

 

Nach der Vorplanung des beauftragten Landschaftsarchitekturbüros überschreiten diese umfangreichen Sanierungsarbeiten die Mittel für den laufenden Unterhalt der Straßen, Wege und Plätze. Die Friedhofsverwaltung entschied deshalb im Mai 2015, ab sofort jährlich je zwei Treppen über den allgemeinen Unterhalt der Friedhöfe, für den jährlich rund 300 000 Euro eingeplant sind, zu finanzieren. Gleichzeitig gab sie innerstädtisch die Vorarbeiten zur Vergabe der Baumaßnahmen in Auftrag. Dieser verwaltungsinterne Vorlauf dauerte länger als erwartet, so dass erst am 10. Dezember 2015 einer Baufirma der Zuschlag für die Wiederherstellung der beiden Treppen erteilt wurde. Die Baustelleneinweisung des beauftragten Unternehmens fand deshalb witterungsbedingt erst Ende Februar 2016 statt. In der Folge initiierte die Firma Nachverhandlungen über die Bauausführung, weshalb Nachträge zum Vertragswerk erforderlich wurden. Nachdem dies geklärt war, wurde einvernehmlich der 8. Mai 2016 als Baubeginn vereinbart. Doch die Baufirma weigerte sich aus formalen Gründen, die Baustelle zu beginnen. Nach vergeblichen Fristsetzungen und einer rechtlichen Überprüfung kündigte die Stadt Nürnberg am 24. Juni 2016 den Vertrag. 

 

Die Friedhofsverwaltung hat damit mehr als ein Jahr Zeit verloren. Dies ist für alle beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung frustrierend und für die Besucherinnen und Besucher des Westfriedhofs mehr als lästig. Gerhard Kratzer, der Leiter der Friedhofsverwaltung dazu: „Wenn es nach uns gegangen wäre, hätten wir heuer bereits zwei weitere Treppen saniert. So treten wir auf der Stelle.“ Finanzreferent Harald Riedel, zu dessen Geschäftsbereich die Friedhöfe gehören, sagt: „Gegen derartige Entwicklungen sind wir machtlos. Die ersehnten Treppen scheitern jedenfalls weder am Geld noch am guten Willen der Friedhofsverwaltung.“ 

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