Fit für die Schule – wie gelingt der Schulstart?

18 Aug 2016

“Die letzten Wochen vor dem Start in die Schule sind aufregend”, sagt die Nürnberger Stadträtin Barbara Regitz. “Die Kinder wollen endlich auch „dazugehören“, freuen sich auf die Schule und sind stolz auf das, was sie alleine schaffen”. Dazu hat die Politikerin ein paar gute Tipps. Denn: Je besser Kinder „Alltagskompetenzen“ beherrschen, desto wahrscheinlicher ist der gelingende Schulstart. 

 

Was sollen Kinder zum Schulbeginn können? Was hilft zum Start in die Schule? Was können Eltern dazu tun?

 

Barbara Regitz: Man muss sich nur mal vergegenwärtigen, mit welchen Anweisungen Erstklässler klar kommen müssen: „Packe deine Fibel in die Büchertasche. Du brauchst nun dein Buchstabenheft. Schlage eine neue Seite auf. Nimm deinen Bleistift. Wir beginnen oben links.“ 

 

Soweit die Anweisungen der Lehrkraft. Für den ABC Schützen heißt dies unter anderem die Fibel ohne Knicke einzupacken und wiederzufinden, Ordnung im Federmäppchen zu haben, gespitzte Stifte, motorisch geschickt zu blättern, Richtungsanweisungen zu verstehen wie oben und links, sich auf das Geschehen zu konzentrieren und selbstständig zu agieren. 

Regitz: “Keine Bange bis zum Schulbeginn haben die Kinder viel gelernt!” Es sei dennoch gut, gerade die letzten Wochen mit dem Kind gemeinsam täglich im Familienalltag nochmals bewusst zu „üben“. Barbara Regitz nennt einige Beispiele: 

· Vorlesen schult das Gehör und die Sprache. 

· Auch Bilder betrachten und dazu Fragen stellen, dient der Konzentration, der Kommunikation und der Sprachbildung. Dabei „Störquellen“ ausschalten wie das Radio.

· Tisch decken. Wir sind vier Personen und brauchen vier Teller und vier Löffel. Fehlt noch etwas? Dies ist die Vorstufe für das Rechnen. 

· Aus dem Kleiderschrank passende Kleidung auswählen lassen und das Kind selbstständig anziehen zu lassen

· aufräumen, denn Eltern sollten auch durchaus Tätigkeiten einfordern, die das Kind nicht so gerne macht. 

· Den Schulweg gemeinsam abgehen und den Kindern beim Überqueren der Straßen ein Vorbild sein. 

· Ball spielen. Mit dieser Bewegung werden auch die Finger gekräftigt, was wichtig für das Schreiben ist. 

· Ganz wichtig: Lieder singen. Auswendig singen, heißt sich einen Text merken. Das Kind lernt über den Rhythmus, dass Wörter aus Silben bestehen, was wesentlich für die Rechtschreibung ist.

 

“Lernen erfolgt nachgewiesen zu rund 90% am effektivsten über das Handeln, wenn Kopf, Herz und Hand verbunden werden”, sagt Barbara Regitz. Deshalb sollten Eltern laut Barbara Regitz nicht vergessen: Lernen braucht Erfolgserlebnisse. Nicht nur die Ergebnisse zählen, auch das Bemühen braucht Lob.
Barbara Regitz

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