Eröffnung der neuen Haltestelle „Am Wegfeld“

9 Jan 2017

Nicht nur mit Blasmusik und Freifahrscheinen wurde die Neubaustrecke der Straßenbahnlinie 4 von Thon nach „Am Wegfeld“ zwei Wochen vor dem Heiligen Abend der Öffentlichkeit übergeben. Vor zahlreich erschienenen Gästen der Feier und vielen Medien-Vertretern grüßten Nürnbergs Oberbürgermeister, Dr. Ulrich Maly, Bayerns Innen- und Verkehrsminister, Johannes Herrmann und für die Verkehrsbetriebe Karl-Heinz Pöverlein, Vorstand für Personal- und Sozialfragen in der VAG. Dr. Ulrich Maly dankte allen, die ihre Arbeit mit der Neubaustrecke hatten, sowohl den ausführenden Arbeitern der Baufirmen, als auch den Planungsbüros und den genehmigenden Behörden und nannte die neue Haltestelle eine „vorübergehende Endhaltestelle“, denn der Zweckverband, Stadtumlaufbahn, befasst sich mit der Weiterführung der Strecke bis nach Erlangen. Mit dem 10.12.2016 ändert sich auch ein Drittel der bestehenden Buslinien, einschließlich der Einrichtung zweier Ringbuslinien. 182 Mio. Fahrgäste transportiert die Nürnberger Verkehrsgesellschaft, das sind etwa 21% des Personenverkehrs, 33% der Personen fahren mit dem Auto ohne Beifahrer und 31% mit. Somit sei der öffentliche Personennahverkehr durchaus noch ausbaufähig, so Dr. Ulrich Maly, doch allein mit Werbekampagnen werde man das nicht erreichen, sondern mit einem guten Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln, mit Fahrplantreue und zügigen Umsteigemöglichkeiten. Die neue Straßenbahnstrecke werde 3,3 Mio Pkw-Km pro Jahr einsparen und damit einen Beitrag zur Verminderung der Anzahl von 240-tausend Pkw leisten, die täglich nach Nürnberg fahren. Verkehrsminister, Joachim Herrmann, lobte die Stadt Nürnberg, dass sie nicht nur in den Ausbau ihres U-Bahnnetzes investiert und sich darüber hinaus auch die Option zur Verlängerung der Strecke offen hält. Die Elektromobilität des Individualverkehrs werde noch etwas auf sich warten lassen, so Joachim Herrmann, doch die Elektromobilität muss nicht neu erfunden werden, denn die Straßenbahn ist bereits gelebte Elektromobilität, die ihren Beitrag zum Umweltschutz leistet. Die neue Strecke ist ein nicht nur für die im Norden lebenden Nürnberger/innen ein großer Gewinn, sondern auch für die Stadt Erlangen, an die das Nürnberger Straßenbahnnetz nun 2,5 km näher herangerückt ist. Auch die neue Streckenführung der Buslinie 30, die jetzt direkt zum Flughafen und damit auch zur Endhaltestelle der U-Bahn führt, lässt Erlangen und Nürnberg zusammenrücken. Vergleichbar mit dem Ausbau des Nahverkehrsnetzes von München zum Hochschulstandort Garching, wird auch der Ausbau des Nürnberger Nahverkehrs vom Freistaat gefördert werden, sicherte Joachim Herrmann zu, denn auch die Metropolregion Nürnberg gehöre zu den Hochschulstandorten, wobei der Ausbau nicht als Konkurrenz zu bestehenden Verkehrsverbindungen gesehen werden sollte, aber einen Beitrag leistet gegen das „Ersticken im Kfz-Verkehr“. Karl-Heinz Pöverlein von der VAG dankte Planern, Ausführenden, der technischen Aufsichtsbehörde, dem Energieversorgungsunternehmen und den 40 Baufirmen, die drei Jahre lang mit der Errichtung der Neubaustrecke beauftragt waren. Er bedankte sich für die Subventionen, meldete aber auch noch einen Bedarf bei der Beschaffung neuer Straßenbahnzüge an. Abschließend wies Karl-Heinz Pöverlein auf die nachhaltige Änderung des Fahrplankonzeptes hin. Die Pfarrer der beiden Kirchengemeinden im Knoblauchsland segneten die neue Strecke, diejenigen, die daran gebaut haben und diejenigen, die sie benutzen werden. „Bereitet dem Herrn den Weg“ heißt es bei Jesaja, und zwar nicht nur auf der Neubaustrecke, sondern zu unseren Herzen, so dass die Streckenerweiterung Menschen aus Nah und Fern ungeachtet ihrer Herkunft oder Religion zueinander finden.  Das Festzelt bot erst ab 13 Uhr Platz fürs Publikum, die Bühne in ihm aber leider nicht für alle Musikanten, so dass zwei Tubisten auf Aluminium-Boxen ihren Anteil am Konzert leisten mussten. Gut nur, dass sie keine Susafons zu spielen hatten. Trotzdem war selbstverständlich auch der „Böhmische Traum“ gespielt vom Straßenbahnorchester weit über die Festzeltwände hinaus gut zu hören. Die Pfarrer der beiden Kirchengemeinden im Knoblauchsland segneten die neue Strecke, diejenigen, die daran gebaut haben und diejenigen, die sie benutzen werden. „Bereitet dem Herrn den Weg“ heißt es bei Jesaja, und zwar nicht nur auf der Neubaustrecke, sondern zu unseren Herzen, so dass die Streckenerweiterung Menschen aus Nah und Fern ungeachtet ihrer Herkunft oder Religion zueinander finden. Das Festzelt bot erst ab 13 Uhr Platz fürs Publikum, die Bühne in ihm aber leider nicht für alle Musikanten, so dass zwei Tubisten auf Aluminium-Boxen ihren Anteil am Konzert leisten mussten. Gut nur, dass sie keine Susafons zu spielen hatten. Trotzdem war selbstverständlich auch der „Böhmische Traum“ gespielt vom Straßenbahnorchester weit über die Festzeltwände hinaus gut zu hören.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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