Sichtbares Brauchtum zur Osterzeit: Der Osterbrunnen in Ziegelstein

13 Mar 2017

Der Brauch, Schmücken eines Osterbrunnens, wurde erst in jüngeren Jahren wieder neu belebt. Entlang der Grenze vom Mittelfränkischen nach Oberfranken, im Bereich der Ausläufer der Fränkischen Schweiz, findet man geschmückte Dorfbrunnen, die mit Ostereiern verziert sind. Diese Tradition kam ursprünglich aus den kargen Dörfern des Jura. Dort war das Wasser eine Kostbarkeit, bevor es eine zentrale Wasserversorgung gab. Seit jeher hatten die Einwohner deshalb eine besondere Beziehung zu Quellen, Zisternen und Brunnen. Auch wenn wir in Ziegelstein glücklicherweise keine Wassernot haben und es bei uns schon lange eine zentrale Wasserversorgung gibt, so hat der Ziegelsteiner Brauchtumsverein den Brauch doch schon im Jahr 1990 wieder aufleben lassen. Der Brunnen wird in der Woche vor den Osterferien von Vereinsmitgliedern geschmückt. Die Eier wurden von Kindern des katholischen Kindergartens St. Georg und von unserem verstorbenen Ehrenmitglied, Maria Vogel bemalt. Das Untergestell für die Zweige und für die Ostereier wird von der Wohnungsbaugenossenschaft Nürnberg – Nord E.G. Weißennoher Str. 2 aufgebaut und von ihr auch das Jahr über aufbewahrt. Neben den Ostereiern, dem Symbol für Lebenserneuerung, sind Girlanden ein Zeichen für alles Lebendige und die Vorfreude auf den nahenden Frühling. Nach den Osterferien wird der Brunnen wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt. Die schon bemalten und oft kunstvoll verzierten Ostereier werden für das kommende Jahr aufgehoben. Der Brunnen kann an der Kreuzung Bierweg / Hiltpoltsteiner  Straße gegenüber der St. Georg Kirche bewundert werden. Werner Volland 1.Vorsitzender des Ziegelsteiner Brauchtumsvereins

 

 

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