Der FC Bayern Kickers kann einen echten Transfercoup vermelden!

24 Mar 2017

Juri Judt, der erst in der vergangenen Saison seine Profi-Karriere beendet hatte, kickt wieder für die Kleinreuther in der Bezirksliga. 1999 war Judt aus Kleinreuth in die Jugend der SpVgg Greuther Fürth gewechselt, um am Ronhof die Karriere als Fußballprofi zu starten, nun ist der mittlerweile 30-Jährige zu seinen fußballerischen Wurzeln zurückgekehrt. Im frisch renovierten Vereinsheim des FC Bayern Kickers erinnern sich die Verantwortlichen von damals noch heute ganz genau, wie der frühere Club-Trainer Heinz Höher einst in Kleinreuth auftauchte und darauf pochte, dass er jenen talentierten D-Jugend-Spieler von BaKi unbedingt zur SpVgg Greuther Fürth holen müsse. Dass aus diesem Talent auch mal ein Profi werden könnte, davon war Höher schon damals überzeugt. Nachdem Juri Judt die Jugendmannschaften beim Kleeblatt durchlaufen hatte und mit seinem ersten Profivertrag ausgestattet wurde, durfte man sich nicht nur bei BaKi davon überzeugen, dass Höher mit seiner Einschätzung richtig lag. In Fürth reifte Juri Judt schließlich zum Profi, spielte 76mal in der 2. Bundesliga, wurde DFB-Jugend-Nationalspieler und wechselte 2008 zum 1. FC Nürnberg, mit dem er in die Bundesliga aufstieg und dort 44 Spiele in der höchsten deutschen Spielklasse bestritt. Nach vier Jahren beim Club verließ er erstmals die fränkische Heimat, um bei RB Leipzig anzuheuern. Über den 1.FC Saarbrücken ging es 2014 zu Rot-Weiß Erfurt, wo er nach zwei Jahren seine Karriere im Alter von 29 beendete. "Ich hätte sicherlich noch weiter in Erfurt spielen können. Ich hatte dort auch eine schöne Zeit, doch meine Familie ist ja weiterhin hier geblieben und das Pendeln wollte ich nicht dauerhaft weitermachen. Für mich war es vor allem wichtig, mich rechtzeitig um den Beruf nach der Fußball-Karriere zu kümmern", so der zweifache Familienvater, der mittlerweile die Ausbildung zum Verwaltungswirt absolviert. Als sich herumsprach, dass Juri Judt seine Laufbahn als Profi beenden würde und in die Heimat zurückkehren wird, wurde man natürlich auch beim FC Bayern Kickers hellhörig. Schließlich stand Judts Aussage gegenüber den Freunden und einstigen Mitspielern, dass er irgendwann wieder zu Bayern Kickers zurückkehren würde. Doch zunächst klopfte aber der SV Seligenporten, der gerade in der Bayernliga um die Spitze mitspielte, an. Letztlich war es der Aufstieg der Klosterer in die Regionalliga, der Judts Engagement nur zu einem kurzen Gastspiel werden ließ. "Es hat sich gezeigt, dass sich der Aufwand in der Regionalliga eben mit meinen beruflichen Plänen nicht vereinbaren ließ", so Judt. Gut ein halbes Jahr später, ist die berufliche Laufbahn auf dem Weg, die Liebe zum Fußball aber ungebrochen: "Wenn man praktisch sein ganzes Leben Fußball gespielt hat, da merkt man dann in den Monaten schon, was einem fehlt." Über den langjährigen BaKi-Spieler Alex Braunagel, mit dem Judt in eine Schulklasse und als Kinder zum Fußballverein gegangen ist, hielt sich der Kontakt und die Freundschaft über all die Jahre. "Ich habe das natürlich schon immer verfolgt, was mein Heimatverein macht, wer da spielt", verrät Judt. Mit seinem altem Kumpel Alex Braunagel kam er nun wieder zum Training an die Neusorgstraße. Es war immer noch der alte B-Platz. Der Spaß am Fußball auf ordentlichem Amateur-Niveau im Heimatverein war sofort da. Dann ging alles recht schnell: Wiedereintritt in den Verein und Spielrecht bei Bayern Kickers. Nach 18 Jahren und über einem Jahrzehnt als Profi ist Juri Judt nun wieder für BaKi am Ball.

 

 

 

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