Eröffnung der Spargelsaison 2017 im Knoblauchsland

27 Apr 2017

Mit einem Prosit auf den Spargel und den Frühling wurde die neue Gemüsesaison eröffnet, denn vor dem Spargelstich wird die Festgemeinde traditionell mit einem Glas Sekt begrüßt, das am 12. April im Gasthaus „Bammes“ kredenzt wurde. Die zum Anfang des Aprils herrschenden, hohen Temperaturen ließen schon die Spargelanbauer jubeln, so dass deren Vertreter von einer verkürzten Spargelsaison sprachen. Denn spätestens nach dem 24. 6., dem Johannitag, soll kein Spargel mehr geerntet werden, damit sich die Spargelpflanzen bis zur Saison 2018 erholen können. In dem Jubel stimmte auch Horst Krehn, der leitende Direktor des AEL-Fürths ein, als er feststellen konnte, dass nach drei trockenen Jahren heuer die Menge an Regen gefallen sei, die der Spargel so dringend braucht. Die frostigen Nächte zum Ende des Aprils hatte niemand geahnt, doch zum Erfolg des heimischen Spargels wird auch in diesem Jahr wieder die gestiegene Eigenversorgung zählen, denn der Import des Edelgemüses ist stetig zurück gegangen. Der Kreisobmann des BBV, Peter Höfler, stellte das Entwicklungskonzept fürs Knoblauchsland in den Mittelpunkt seiner Grußworte. Jeder unser landwirtschaftlichen Betriebe, der sich entwickeln will, soll dazu die Möglichkeit bekommen. Und mit unserem Motto „schützen durch nützen“ arbeiten wir effektiv auch ohne Umweltschutzvereinigungen. Dem hielt der Vertreter der Stadt Nürnberg, der Umweltreferent, Dr. Peter Pluschke, entgegen, dass zu seinen Aufgaben selbstverständlich der Artenschutz gehört, der vor der Bewirtschaftung so mancher Fläche steht. Trotzdem dankte er den Organisatoren der Feierstunde für ihre Einladung und bewertete diese als Vertrauensbeweis. Selbstverständlich sei er für eine gute Zusammenarbeit bereit, sehe jedoch die Zukunft der Knoblauchsländer Landwirtschaft im Unter-Glas-Anbau, allein schon wegen der ganzjährigen Ernte. Peter Höfler nutzte die Feierstunde, um nicht nur dem Umweltreferenten, diejenigen vorzustellen, die über die Betriebe hinaus mit der Landwirtschaft zu tun haben. So bekamen angefangen bei der Wasserwirtschaft und des Maschinenrings, usw. deren Vertreter bis hin zur Knoblauchsländer Raiffeisenbank und dem Vorstadtverein Nürnberg Nord die Gelegenheit, ihre Aufgaben  vorzustellen. Tobias Schmidt versteht seinen VNN als Vermittler zwischen dem „Wohnungsdruck“ der Stadt Nürnberg und den Landwirtschaftlichen Betrieben. „Die haben im Knoblauchsland die älteren Rechte, die wir vertreten wollen“. Für Dr. Peter Pluschke war dies der erste Spargelstich in seiner beruflichen Karriere, und zwar nicht nur der Besuch der Feierstunde, sondern auch die Ernte auf dem Feld von Hans-Jürgen Höfler, wo es der Unterstützung der Knoblauchsländer Spargelprinzessin, Veronika Höfler,  bedurfte, damit der Delegierte der Stadt auch eine Stange Spargel stechen konnte. Zur Krönung des Vormittages vom 12. 4. wurde frischer Spargel gereicht, wahlweise als Salat oder warm mit Kartoffeln, Schinken und Bratwurst, fein zubereitet von Küchenmeister, Eddy Aßmann und seinem Team.

 

 

 

 

 

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