Bürgervereinsrunde beim OB: Die Themen des VNN

6 Jul 2017

1. Radverkehr auf der Kilianstraße

Dem VNN wurde ein Foto der Kilianstraße zugeleitet, die für Radfahrer teils eine herausfordernde Angelegenheit zu sein scheint. Vor diesem Hintergrund fragen wir an, ob es Planungen für die Anlage eine Radweges bzw. einer (zumindest teilweisen) Sanierung der Straßenoberfläche gibt.  Auch der der ADFC hat das Thema „Radweg Kilianstraße“ bereits als Forderung (Punkt 3) benannt: https://www.adfc-nuernberg.de/radverkehr/abstimmung/

 

2. Querungssituation an der Erlanger/Lerchenstraße

Es geht um den Fußgängerüberweg über die Erlanger Straße (und der dort verlaufenden Tram 4) auf Höhe der Lerchenstraße in Nürnberg-Thon.

Diese Fußgängerampel dient einer größeren Zahl an Schülern der Grundschule Am Thoner Espan, die westlich der Erlanger Straße wohnen, als Überweg zur Schule und am Mittag/Nachmittag von dort bzw. dem dortigen Hort heimwärts. Der Übergang hat sich jedoch aus Sicht vieler Nutzer leider als Fehlplanung erwiesen, da er im Zuge des Tram-Ausbaus nicht nur seiner Verkehrsinsel beraubt wurde (wie in dem jüngst dazu erschienenen „Stadtanzeiger“-Artikel zu lesen ist), sondern ärgerlicherweise daraufhin auf der Südseite der Lerchenstraße angelegt wurde. Hinzu ist nun durch die Schienen (sowie ganz aktuell fehlendem Schulweghelfer) eine inzwischen aus Sicht von Eltern schulpflichtiger Kinder nicht mehr tolerierbar hohe Gefährdungssituation für alle Kinder (und Erwachsenen) entstanden, die dort täglich die Erlanger Straße überqueren. Die dem Vorstadtverein mitgeteilten Gründe hierfür sind vielfältig:

 

2.1. Dadurch, dass sich der Überweg nun auf der südlichen Seite der Lerchenstraße befindet, geraten die Kinder bei Grünphase auf dem stadteinwärts führenden Teil der Erlanger Straße in Konflikt mit den Rechtsabbiegern aus der Lerchenstraße. Läge der Überweg auf der nördlichen Seite der Lerchenstraße (auf Höhe des Schultheiß-Wohnbau-Firmengebäudes), gäbe es diesen Konflikt nicht, da ein Linksabbiegen aus der Lerchenstraße nicht möglich ist.

 

2.2. Als weitaus gefährlicher hat sich aber der Umstand entpuppt, dass sich v.a. während der Rush Hour sowohl am Morgen als auch am späten Nachmittag und Abend die auf der Erlanger Straße stadteinwärts fahrenden Autos von der Kreuzung Erlanger Straße/Forchheimer Straße bis zur Höhe der Lerchenstraße zurückstauen. Dabei hält sich kaum einer daran, an der PKW-Ampel auf Höhe des Schultheiß-Gebäudes stehenzubleiben, bis ersichtlich ist, dass die Kreuzung Erlanger Straße/Lerchenstraße frei ist und überquert werden kann. Stattdessen fahren die Autofahrer (wie ebenfalls im Artikel der NN erwähnt) zweispurig in diesen Kreuzungsbereich ein, bleiben dort sowie mitten auf dem Fußgängerüberweg stehen und blockieren so die Kinder und anderen Fußgänger beim Übergang. Das im NN-Artikel erwähnte „Vorsicht Kinder“-Schild bewirkt leider rein gar nichts. Noch schlimmer: Just in dem Moment, in dem die Fußgängerampel auf Grün schaltet, setzt sich die Fahrzeug-Kolonne stadteinwärts wieder in Bewegung, so dass es zur direkten Konfrontation von Fußgängern (die Grün haben) und Autos kommt, die sich noch auf Höhe des Überwegs und auf der Kreuzung Erlanger Straße/Lerchenstraße befinden.

Auch dieses Problem hätte vermieden werden können, wenn der Fußgängerüberweg auf der Höhe des Schultheiß-Firmensitzes (nördliche Seite der Lerchenstraße) erbaut worden wäre. Da sich auf dieser Höhe die PKW-Ampel befindet, wäre so ein Überqueren des Fußgängerüberwegs bei Grün hinter den noch auf der Kreuzung befindlichen Fahrzeugen ohne Konflikt möglich gewesen. 

 

2.3. Dadurch, dass nun auch die Straßenbahn in der Mitte der Erlanger Straße fährt, hat sich die Situation gegenüber von vor der Verlängerung der Tram 4 noch zusätzlich verschärft. Denn einen sicheren Bereich zum Stehenbleiben zwischen Schienen und Erlanger Straße gibt es nur auf der Westseite der Gleise. Zwar kann normalerweise in einer Grünphase zu Fuß die gesamte Erlanger Straße inkl. Schienen überquert werden. Doch betritt man die stadteinwärts führende Erlanger Straße erst zu einem Zeitpunkt, wenn bereits (etwas länger) Grün ist und springt die Fußgängerampel auf Rot, während man die Schienen überquert, kommt man mitten auf den Gleisen zum Stehen. Kommt dann eine Straßenbahn von einer Seite oder gar zwei von beiden Seiten, kann man als Grundschüler (und nicht nur dieser) schnell Panik bekommen. Dann bleibt tatsächlich nichts anders übrig als zurückzugehen (!) auf die Plattform zwischen Schienen und Erlanger Straße stadteinwärts (die im Falle von mehreren Kindern mit Rollern und Schulranzen zudem arg knapp bemessen ist). Wir halten das für wahnwitzig geplant und sind überrascht, dass hier noch nichts Schlimmeres passiert ist – was vermutlich bisher der Schulweghelferin an dieser Stelle zu verdanken war; womit wir zu Punkt 4 kämen. 

 

2.4. Bis ca. Februar/März dieses Jahres gab es an dieser Stelle eine Schulweghelferin, die morgens und mittags dafür Sorge trug, dass nichts passiert. Das hat den am Nachmittag aus dem Hort heimkehrenden Kindern (Stoßzeiten sind hier laut Hortleitung 15:00/15:30 Uhr; gegen 17:00 Uhr gehen die letzten Kinder nachhause) zwar nichts genutzt, aber immerhin am Morgen allen beim Weg zur Schule sowie am Mittag den Heimkehrern. Nun aber hat diese ihr Ehrenamt beendet und es wurde kein Ersatz gefunden (inwieweit sich die Schule hier bemüht hat, können wir nicht einschätzen).

 

Der Vorstadtverein regt deshalb an, zu prüfen, ob deutlich sichtbare Warnschilder in Signalfarbe (wie für Falschfahrer auf Autobahn-Auffahrten genutzt) und/ oder eine Blinkanlage auf Höhe des Fußgängerüberwegs eine erste Hilfe sein könnten, die für mehr Aufmerksamkeit bei den Autofahrern führen würden (auf Höhe des derzeit existenten „Achtung Kinder“-Schildes dürfte der Nutzen gering sein). Eine Einfärbung des Straßenbelags wie im Falle der Fahrradstreifen an der Kreuzung Erlanger Straße/Forchheimer Straße/Kilianstraße könnte zudem den Überweg für PKW-Fahrer noch plastischer hervortreten lassen.

 

Zudem sollten die Fußgängerampel und die Ampel an der Kreuzung Erlanger Straße/Forchheimer Straße/Kilianstraße möglichst so getaktet werden, dass die auf der Kreuzung an der Lerchenstraße stehenden Fahrzeuge nicht ausgerechnet dann wieder anfahren, wenn die Fußgänger hier gerade Grün bekommen.

 

Weiter wäre in Zusammenarbeit mit Elternbeirat und Schule nach einer Nachfolgeregelung für die derzeit vakante Schulweghelferstelle zu suchen. Wie kann die Stadt hier unterstützend wirken?

 

3. Verkehrliche Maßnahmen an den Einfahrten der Steinfeldstraße

Im Zuge der Verkehrsberuhigung Schnepfenreuths wurden auch konkrete Maßnahmen überlegt, die die Attraktivität der Einfahrt in die Steinfeldstraße senken. Wie und wann wird die Stadt diese Maßnahmen umsetzen? In diesem Zusammenhang wird seitens des VNN angeregt, jene zusammen mit der offenbar vorgesehenen Deckensanierung in der Schnepfenreuther Hauptstraße vorzunehmen.

 

4. Urlaubsparker in Ziegelstein und Almoshof/ Lohe

Auch in den Pfingstferien waren wieder gehäuft sog. Urlaubsparker in den o. g. Stadtteilen anzutreffen, die ihre Fahrzeuge teils wochenlang in den Wohngebieten abstellen, um sich die Gebühren in einem der Flughafen-Parkhäuser zu sparen. Mit der anstehenden Bebauung der ehemaligen Straßenbahnwendeschleife an der Kreuzung Rathsberg-/ Otto-Lilienthalstraße wird sich die Situation absehbar noch verschärfen. Der VNN schlägt deshalb für die Sommerferien 2017 eine explizit für die o. g. Stadtteile anzusetzende Verkehrszählung vor, die dort die Zahl der Fahrzeuge mit auswärtigem Kennzeichen (in Ziegelstein in einem zu ermittelnden Umkreis der beiden U-Bahnhaltestellen „Ziegelstein“ und „Herrnhütte) erfasst (wobei die Anonymität gewährleistet werden muss und kann) und in ein Verhältnis zu mit „N“ beginnenden Kennzeichen setzt. Auf Grundlage des Analyseergebnisses sind dann weitere Maßnahmen zu definieren.

 

5. Reduzierung der Schleich- und Durchgangsverkehr Almoshof/Lohe:

Seit den - zwischenzeitlich abgeschlossenen - großen Baustellen im Rahmen der Straßenbahnverlängerung zu „Am Wegfeld“ werden die von den Autofahrern in dieser Zeit gefundenen und gelernten Schleichwege durch Almoshof/Lohe im Knoblauchsland weiterhin sehr rege genutzt. Es muss Ziel sein, diese Verkehre wieder auf die dafür vorgesehenen Hauptverkehrsstraßen zurückzuführen. Dazu schlagen wir folgende Maßnahmen zur kurzfristigen Umsetzung vor:

- Als wichtigste Maßnahme die generelle Einführung von rechts vor links in Almoshof und Lohe ... zur Verlangsamung des Durchgangsverkehrs in der schon -sehr langen- bestehenden Zone 30.  

(In den Hauptverkehrszeiten

- speziell am frühen Morgen und am Nachmittag - ist nach wie vor ein grundsätzlich stärkeres und je nach Verkehrslage an der Kreuzung Erlanger ­Straße / Marienbergstraße  ein weiter zunehmendes Verkehrsaufkommen durch die Dörfer festzustellen, das regelmäßig schneller unterwegs ist als erlaubt.)

- Die Zone 30 sollte westlich von Almoshof in der Johann-Sperl-Straße bis zur Kreuzung Erlanger Straße vorgezogen werden und auch deutlich erkennbar sein.  

- Klare Kennzeichnung an der Kreuzung Erlanger Straße / Johann-Sperl-Straße, das durch Almoshof / Lohe keine Zufahrt zum Flughafen besteht. 

- Geprüft werden sollte die Möglichkeit einer generellen Beschilderung „Anlieger frei“ für Almoshof/Lohe, d.h. für die Johann-Sperl-Straße, Obere und Untere Stadtgasse, Irrhainstraße und Lohestraße. Alle Flurbereinigungsstraßen sowie Kriegerlindenstraße und Loher Hauptstraße sind ja ohnehin schon für den allg. Verkehr gesperrt. 

- Verstärkter Einsatz der kommunalen Verkehrsüberwachung mit Geschwindigkeitskontrollen in der Zone 30 in der Johann-Sperl-Straße speziell in den Hauptverkehrszeiten dieser Schleichverkehre am frühen Morgen ab 6 Uhr und am Nachmittag. 

 

6. Anwohner an der Wendeschleife „Am Wegfeld“ beklagen sich über das nach wie vor vorhandene und weithin hörbare Quietschen der Straßenbahn, wohl trotz mehrfachem Einsatz des Schleifwagens. Wie kann und wird diese Geräuschkulisse von der VAG nachhaltig beseitigt werden?

 

7. Wann und mit welchem Zeitplan werden die Baustellen rund um die Kreuzung Erlanger Straße / Johann-Sperl-Straße beendet und geräumt? 

 

8. Wann werden die endgültigen Fahrbahnmarkierungen einheitlich auf den Kreuzungen Erlanger Straße / Johann-Sperl-Straße und Erlanger Straße / Marienbergstraße/Bamberger Straße aufgebracht und die teils irreführen gelben Markierungen entfernt? 

Wir schlagen in diesem Zusammenhang auch eine deutliche Kennzeichnung der Buseinfahrtsspuren zur Endhaltestelle „Am Wegfeld“ vor, da es hier immer wieder zu kritischen Verkehrssituationen durch Irrfahrten von Autofahrern kommt. 

 

9. Nicht vergessen werden sollte die Wiederherstellung des alten Zustandes der Gehwegpflasterung und des Fahrbahnbelages entlang der Johann-Sperl-Straße Richtung der Endhaltestelle „Am Wegfeld“.

10. Es sollte die Möglichkeit geprüft werden auf der gegenüberliegenden Straßenseite an der Schule, Kirche und Diakoniestation in Almoshof Parkplätze auf der im Rahmen der neu eingebauten Rigolen geschotterten Fläche – in Verlängerung der Bushaltestelle – zu schaffen. 

 

11. Bebauung des heutigen Geländes von Kfz-Zulassungsstelle und SÖR an der Großreuther Straße    

Der Vorstadtverein fordert die Stadt auf, ernsthaft zu prüfen, ob die vorgesehene Bebauung des o. a. Areals nicht „in städtischer Hand“, d. h. durch die WBG Nürnberg, erfolgen kann. Verständlicherweise regiert derzeit angesichts des angespannten Marktes eher das Prinzip „Masse statt Klasse“, als dass auch einmal (wieder) innovative Wohnformen und Architektursprachen den Vorzug bekämen. Auch angesichts des noch mittelfristigen Planungshorizontes böte sich die Chance, hier z. B. familiengerechte Wohnungen (4-6 Zimmer) zu planen und Schwerpunkte bei ökologischem und barrierefreiem Bauen zu setzen.

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