Am 12. September ist Schulanfang!

24 Aug 2017

Mit der Einschulung beginnt für Ihr Kind ein neuer Lebensabschnitt. Von jetzt ab wird es mehrere Stunden am Tag außerhalb der Familie in der Schule verbringen und neue Anforderungen und Aufgaben zu meistern haben. Normalerweise freuen sich Kinder auf die Schule und können es gar nicht erwarten, eingeschult zu werden. Sie wollen Neues lernen und unabhängiger werden. Dennoch braucht Ihr Kind gerade jetzt das Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit, Ihre Geduld und Ihr Verständnis helfen ihm sicher, mögliche Ängste zu überwinden. In der Schule hilft der neue Klassenlehrer Ihrem Kind, sich schnell zurechtzufinden. Ebenso wie Sie, investieren Lehrer und Lehrerinnen viel Zeit im täglichen Umgang mit den Kindern. Ein hohes Maß an sozialem Engagement ist für sie selbstverständlich. Ein enger Kontakt zwischen Elternhaus und Schule ist insbesondere zum Schulanfang bzw. in den ersten Schuljahren von großer Bedeutung. Gerade seitens der Schule wünscht man sich normalerweise ein noch stärkeres Engagement der Eltern in allen Fragen, die mit der Schule zu tun haben.

 

Sie können Ihr Kind bereits vor der Einschulung auf einige wichtige Dinge vorbereiten. Hierzu gehört insbesondere, das Kind rechtzeitig mit dem Schulweg vertraut zu machen. Gehen Sie vor dem Schulanfang gemeinsam mit Ihrem Kind den Schulweg ab. Achten Sie dabei darauf, daß Sie den sichersten und nicht unbedingt den kürzesten Weg nehmen. Erklären Sie dem Kind unterwegs, wie man sich im Straßenverkehr verhält und erläutern Sie ihm die wichtigsten Verkehrsregeln. So kann sich Ihr Kind an „seinen“ Schulweg gewöhnen und wird ihn später selbständig gehen können. Lassen Sie sich auch einmal von Ihrem Kind führen, sobald Sie der Meinung sind, daß es genügend Sicherheit erlangt hat. Begleiten Sie es nicht zu lange zur Schule; sicher möchte es irgendwann einmal lieber alleine oder mit Klassenkameraden gehen.

 

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist gerade für Kinder sehr wichtig. Ein nicht allzu kalorienreiches, leichtes Schulfrühstück ist eine ebenso sinnvolle Ergänzung des täglichen Speiseplans wie frisches Obst. Auch die Schultüte, mit der man dem Kind den Schulanfang versüßen möchte, kann neben den süßen Überraschungen auch einige zweckmäßige Dinge enthalten. Noch ein Hinweis: Denken Sie beim Kauf der Schultüte auch an die Geschwister des Schulanfängers. Diese freuen sich sicher genauso über kleine Schultüten mit einer Überraschung.

 

Schulanfänger sollten möglichst immer zur gleichen Zeit und nicht zu spät ins Bett gehen (spätestens zwischen 19:30 und 20:00 Uhr). In einem gut belüfteten Kinderzimmer und mit genügend Frischluft während der Nacht schläft Ihr Kind sicher gut. Aufregende Fernsehsendungen am Abend und Mahlzeiten kurz vor dem Zubettgehen sind tabu. Apropos Fernsehen: Achten Sie darauf, daß Ihr Kind nicht zu lange fernsieht. Eine halbe bis eine Stunde sind für Schulanfänger ausreichend. Wählen Sie dafür gemeinsam mit Ihrem Kind altersgerechte Sendungen aus.

 

Wenn Ihr Kind eingeschult wird, muß es sich zunächst an neue Pflichten wie Schule und Hausaufgaben gewöhnen. Als Ausgleich dafür braucht es ein bestimmtes Maß an freier Zeit. Geben Sie Ihrem Kind die Gelegenheit, seine Freizeit selbst zu planen und zu organisieren. Lassen Sie es selbst entscheiden, ob es in den Turnverein, den Musikunterricht oder ähnliches möchte. Im Hinblick auf eine gesunde Entwicklung braucht Ihr Kind Zeit für sich und seine spielerischen Bedürfnisse. Schließlich hat es sich bisher alles, was es „erlernt“ hat, spielerisch angeeignet. Lassen Sie ihm daher den Freiraum zu erproben, zu üben und nachzuahmen, was es selber möchte.

 

In der Schule wird in einer sorgfältig vorbereiteten Lernumgebung und mit geeigneten Spiel- und Lernsituationen gelernt. Auch die Hausaufgaben werden auf das Alter und die Leistungsfähigkeit des Kindes abg estimmt. Zu Hause müssen Sie darauf achten, daß Ihr Kind die Hausaufgaben vor einem längeren Spielnachmittag gemacht hat und sich trotzdem nicht verausgabt. Seien Sie zwar für Ihr Kind da und üben Sie gemeinsam mit ihm, halten Sie es aber auch frühzeitig zum selbständigen Arbeiten an. Würdigen Sie gute Leistungen bei den Hausaufgaben stärker als Sie schlechte tadeln. Abwechslungsreiche, konzentrationsfördernde Spiele können eine sinnvolle Ergänzung sein. Motivieren Sie Ihr Kind, indem auch Sie immer wieder lesen und schreiben, denn Sie sind Vorbild für Ihr Kind. Ein Platz zum Arbeiten für die Hausaufgaben selbst benötigt Ihr Kind einen festen Platz, wo es in Ruhe und ohne Störungen lernen kann. Ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz hilft Haltungs- und Wirbeläulenschäden vorzubeugen. Das permanente Sizten in der Schule, bei den Hausaufgaben oder vor dem Fernseherm meist noch in schlechter Körperhaltung, kann Ihrem Kind schaden. Zu einem ergonomischen Arbeitsplatz gehört beispielsweise ein in der Höhe verstellbarer Stuhl, der auf die Größe des Kindes und die Schreibtischhöhe ausgerichtet werden kann und den Rücken des Kindes wirksam stützt. Packen Sie den Schulranzen Ihres Kindes jeden Tag neu, so daß es nur die Hefte und Bücher mitnimmt, die es an diesem Tag braucht und keinen überflüssigen Ballast schleppen muß. Nun kann die Schule los gehen! Wir wünschen allen Anfängerinnen und Anfängern einen guten Start und immer viel Spaß beim Lernen!S.P.

 

 

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