Adventsgedanken

26 Oct 2017

Jeder Sonntag im Advent hat sein Motto.

Die Überschrift des 1. Advent lautet: "Dein HERR kommt". Aber lassen wir Jesus heute wirklich in unser Herz einziehen, unseren HERRN sein? Wen lassen wir normalerweise über uns herrschen?

Das Motto des 2. Advent heißt: "Dein Erlöser kommt". Aber wollen wir überhaupt erlöst werden oder fühlen wir uns ganz wohl in unserem Trott? Viele sind stumpf geworden oder wollen nicht zugeben, wie es ihnen wirklich geht, weil sie in unserer Leistungsgesellschaft stark erscheinen wollen. Der 3. Advent ist dem Täufer Johannes gewidmet. Er gilt als Zeuge Jesu, als sein Wegbereiter, als Vorläufer. Bereiten wir heute Jesus den Weg? Bezeugen wir Jesus am Arbeitsplatz, im Sportverein? Johannes vertrat eine Drohbotschaft, Jesus eine Froh­botschaft. Mit Drohungen und Zwang kann man nichts ausrichten, nur mit der Liebe, die sich im alltäglichen Verhalten zeigen muss.


Der 4. Advent ist der Mutter Jesu zugeteilt: Wir wissen nicht, warum Gott gerade sie auserwählt hat. Gott ist uns keine Rechenschaft schuldig. Maria ließ an sich geschehen, was Gott mit ihr vorhatte, obwohl sie ihn nicht immer verstand. Maria fragte kritisch nach. Zweifel sind also auch uns Christen erlaubt, doch gilt es, trotz allem am Ball zu bleiben. Mancher stört sich heute an der Jungfrauengeburt: Wir können sie symbolisch verstehen, dass Maria mit kindlichem Vertrauen, mit kindlicher Offenheit und Unbedingtheit auf Gott reagierte. Wir können sie aber auch wörtlich nehmen als Zeichen dafür, dass die Naturgesetze einmal ihre Geltung verlieren werden: Es wird eine Welt kommen, wo es keine tragischen Unglücksfälle, keine heimtückischen Krankheiten mehr geben wird. Darauf wollen wir uns freuen und diese adventliche Freude soll unser Leben immer mehr bestimmen.

Ich danke dem ­Knoblauchsland-Verlag, dem besten Verlag Nürnbergs, für die ­Veröffentlichung 

Pfr. Dr. Christian Fuchs

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