Bürgerversammlung für die Nordstadt und Thon am 12.12.17: Fragen und Antworten

8 Jan 2018

I. Alle Stadtteile betreffende ­Themen

 

1. Nachverdichtung

In Nürnberg fehlt (bezahlbarer) ­Wohnraum. In welchen Bereichen des Bürgerversammlungsgebietes sind nun noch und in welchem ­Umfang nachverdichtende ­Maßnahmen durch Neuausweisung und/ oder ­Nutzungsänderungen (z. B. infolge von Konversion) geplant?

 

Antwort: Außer den bekannten ­Maßnahmen am Inneren Kleinreuther Weg, an der Schleswiger Straße und – langfristig – auf dem ­Gelände der ­heutigen SÖR-Betriebsstätte an der Großreuther Straße ist das Gebiet ­zwischen Rollnerstraße und ­Kleinreuther Weg entlang der ­Kilianstraße neu ­überplant worden (s. u.).

 

2. Anwohnerparkregelung

Im NN-Anzeiger vom 21.10.2015, bei dem es um den Bielingplatz ging, ­wurde auch erneut gefordert, die Zeiten von 14 bis 22 Uhr (wie in der Altstadt) zu verschieben. Dabei regte ­Baureferent Ulrich an, dass der ­Bürgerverein eine ­Anwohnerbefragung durchführt, um herauszufinden, ­welche Uhrzeit ­mehrheitlich ­gewünscht werde. 
„Wir brauchen dazu ein ­Meinungsbild. Der Bürgerverein ist hier ein ­wichtiger Multiplikator“, so der ­Baureferent ­(wörtlich aus NN-Anzeiger ­übernommen). Was hier für St. Johannis ­beschrieben wurde, gilt genauso für ­dieses ­Bürgerversammlungsgebiet – der Bürgerverein bietet hier seine ­Unterstützung an und bittet die ­Verwaltung, ein Anwohnerparkgebiet für eine Bürgerbefragung zu ­definieren und auf den Weg zu bringen.

 

Antwort: Die Verwaltung sagt – nach Auswahl eines Gebietes durch den ­Vorstadtverein – einen Testlauf mit ­14-22 Uhr (statt 9-20 Uhr) zu.

 

II. Einzelne Stadtteile  

 

1. Großreuth h. d. V.

a) Anwohner beklagen den hohen Parkdruck in der Großreuther Straße und angrenzenden Bereichen u. a. durch Beschäftigte der benachbarten Unternehmen. Der Vorstadtverein bittet deshalb um eine ­konzertierte Aktion von ­Wirtschaftsreferat und ­Verkehrsplanung, um auf die ­Firmen mit der Bitte ­zuzugehen, ihren ­Beschäftigten das Parken auf ­betriebseigenen ­Stellplätzen ­nahezulegen bzw. gleich für ­Alternativen wie das Jobticket zu werben.

 

Antwort: Das Baureferat wird die ­betroffenen ­Unternehmen anschreiben und zur ­Nutzung eigener ­Parkflächen auffordern.

 

b) Der Vorstadtverein bittet um ­einen ­aktuellen ­Sachstandsbericht, wann und in welcher Form mit ­einer (Wohn-) Bebauung der ­heutigen ­Kfz-Zulassungsstelle inkl. ­SÖR-Betriebshof zu rechnen ist. Der VNN regt eine Bebauung in ­eigener ­Verantwortung der Stadt (via WBG) bzw. auf Grundlage eines ­städtebaulichen Wettbewerbs an, der insb. innovative bzw. experimentelle Wohnformen (Niedrigenergiesiedlung, integrierte gewerbliche Arbeits­plätze etc.) mit einbezieht.

 

Antwort: Wann SÖR auszieht, hängt von der Fertigstellung der ­neuen ­Zentrale ab. Erst dann können ­konkrete ­Aussagen getroffen ­werden. Der Oberbürgermeister hat aber Sympathie für die Idee des VNN, das Gebiet als Stadt selbst zu entwickeln, erkennen lassen.  

 

2. Kleinreuth h. d. V.

a) Welchen Status haben die ­Planungen zu einer Bebauung der heute ­landwirtschaftlich genutzten Flächen entlang der ­Kilianstraße ­zwischen ­Rollnerstraße und ­Kleinreuther Weg?

 

Antwort: Die Verwaltung ­bezeichnet das ca. 27 ha ­große ­Areal als ­„Gartenfeld“. Es ist als Bauflächenpotential ­ausgewiesen. ­Vorstellbar ist ­überwiegend ­Wohnbebauung ­entlang der ­Kilianstraße und am Ortsrand von ­Kleinreuth, Es sind aber auch ­Grünverbindungen, ein ­Hochwasserstreifen und ­Freiflächen z.B. für dem Kirchweihplatz ­vorgesehen. Die Entwicklung kann aber erst mittelfristig erfolgen.

 

b) Durch das neue ­Buskonzept für den Nürnberger Norden ­verschlechtert sich die Busanbindung Kleinreuths in Richtung Norden/ Nordosten. 2015 haben Stadt und VAG zugesagt, nach dem ­Fahrplanwechsel die Entwicklung zu beobachten und hier im Sinne der Bürger des ­(wachsenden) Stadtteils (vgl. Wilhelmshavener Straße) ggf. nachzusteuern. Wir bitten auch vor dem Hintergrund der erfolgten ­Bebauung des ­ehemaligen ­Mercedes-Areals an der ­Wilhelmshavener Straße um einen aktuellen Sachstand.

 

Antwort: Üblicherweise ­vergehen bis zu einer ­festen ­Nutzerentwicklung nach einer Umstellung laut VAG bis zu zwei ­Jahre. Eine ­umfassende ­Bestandsaufnahme ist ­deshalb erst in den ­kommenden Monaten ­möglich. Dann wird dem VNN aktuell ­berichtet. Bislang zeigen Stichproben aber, dass das neue ­Angebot gut ­angenommen wird.  

 

3. Maxfeld

In der Pirckheimerstraße sind zu den Berufsverkehrszeiten oft lange Staus vor allem in ost-westlicher Richtung zu beobachten. Der ­Vorstadtverein bittet die Verwaltung deshalb, die für die (derzeit ­aufgelassene) ­Straßenbahn aufgebrachten ­Abmarkierungen insbesondere im Zulauf zur ­Kreuzung mit der ­Äußeren Bayreuther ­Straße zu ­entfernen und eine weitere ­Abbiegespur zu ­schaffen. Eine ­ähnliche Maßnahme hat an der Kreuzung zur Bucher Straße für eine spürbare Entlastung gesorgt. Bereits 2015 hatte die Verkehrsplanung dazu einen Plan zugesagt.

 

Antwort: Laut Verwaltung wäre eine weitere Spur zu schmal. Eine ­weitere Planung unterbleibt deshalb. Laut Baureferent Ulrich kann wieder ­darüber nachgedacht werden, wenn die ­gesamte Kreuzung einmal zur ­Neuplanung ansteht.

 

4. Nordbahnhof

a) Die bereits erfolgte und noch ­geplante Wohnbebauung auf dem ehemaligen ­Nordbahnhofgelände führt auch zu neuen ­Herausforderungen für die soziale Infrastruktur. Wo sieht die Verwaltung derzeit Anpassungsbedarf bei der Schule, Hort und KiTas?

 

Antwort: Der Hortbedarf wird auf dem Gelände der Hegelschule abgedeckt. 2018 soll dort der erste Bauabschnitt mit 150 Hortplätzen in Betrieb gehen, im zweiten sind weitere 250 geplant. ­Aktuell liegt der Versorgungsgrad in der Nordstadt bei ­Krippenplätzen bei 27% (angestrebt 48%) und im Kindergartenbereich bei 76% (Ziel: 98%).

 

b) „Verschwundene Pflastersteine“: Wie andere Stadtteile, sind auch in der Nordstadt viele Gehsteige mit "Doppelbelag" versehen, nämlich Pflastersteine und Asphalt, so z.B. im Neubaugebiet Kreulstraße vor den neuen geförderten Wohnanlage zu ­besichtigen. Dort wurde das Pflaster nach Angaben von Anwohnern nach nur einem Monat aufgerissen, die nagelneuen Pflastersteine von der ­Baufirma mitgenommen und durch ­Asphalt erneuert. Eine Nachfrage bei der Stadt ergab, dass die Steine ­aufbewahrt und evtl. wieder einmal ­verwendet würden. Wann ist hier mit einer Wiederherstellung zu rechnen?

 

Antwort: Die Wiederherstellung ­erfolgte durch SÖR Ende November/ Anfang Dezember.

 

c) Wann ist mit der schon länger ­geplanten Sanierung der ­Grolandstraße zwischen Kreul- und ­Uhlandstraße zu rechnen, und wer wird ggf. wie an den Kosten beteiligt?

 

Antwort: Der Umbau wird vorauss. im dritten Quartal 2018 erfolgen. Die ­Grundstückseigentümer werden an den Kosten ­beteiligt. Eine ­entsprechende I­nformationsveranstaltung wird am 25. Januar ­stattfinden.  

 

5. Thon

a) Der Vorstadtverein bittet um eine aktuelle Sachstandsdarstellung zur Nachnutzung der ehemaligen Endhaltestelle Thon inkl. der Standortsuche für ein Jugendhaus/ Stadtteilzentrum

 

Antwort: Es wird im Bereich zwischen Forchheimer ­Straße, ­Erlanger ­Straße, ­Zeisigweg und ­Pretzfelder Straße ein Standort auf Privatflächen gesucht und soll ­gesichert werden. Es wird eine ­Bruttogrundrissfläche von ca. 565 qm benötigt.

 

b) Fertigstellung der Seitenstraßen der Forchheimer Staße. Wann erfolgt der endgültige ­Ausbau der Straßen? Nachdem die ­Parkplatzsituation durch die wesentlich dichtere Bebauung als­ ­ursprünglich geplant bereits jetzt als teils katastrophal beschrieben wird, sollte beim weiteren Ausbau unbedingt daran gedacht werden, nicht derzeit als Parkfläche benutzte Flächen verschwinden zu lassen.

 

Antwort: Bis auf die ­Claire-Goll-Straße mit zwei ­Verbindungswegen sind alle ­Nebenstraßen hergestellt. Die endgültige Arrondierung hängt aber von der Bebauung der letzten freien Grundstücke ab.

 

c) Der Vorstadtverein fordert Politik und Verwaltung auf, die Pläne für den Bau der seit langem zu gesagten Schuldependance an der Forchheimer Straße nunmehr frühestmöglich umzusetzen. Durch ursprünglich nicht im heutigen Umfang geplante Wohnbebauung im Umfeld ist der ohnehin zu erwartende Bedarf weiter gestiegen. Deshalb muss hier auch eine neue Priorisierung der Schulinfrastruktur zugunsten der Schule an der Forchheimer Straße erfolgen.

 

Antwort: Bürgermeister Dr. Gsell hat zugesichert, dass mit Start der Bebauung in Wetzendorf und an der Schleswiger Straße auch der Bau der Dependance an der Forchheimer Straße beginnt. Sollte an der ­Schleswiger Straße auch gebaut werden, ist dort evtl. eine weitere zweizügige Schule vorzusehen.

 

Tobias Schmidt

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