Brücken in Nürnberg

19 Jan 2018

Genau 305 Brücken gibt es in ­Nürnberg – Brücken aus Holz, Stein, Eisen und Beton. Brücken sind in ­Nürnberg etwas ­Besonderes. Sie verbinden nicht nur, sie sind auch ein wichtiger Ausdruck der ­Stadtgeschichte. Da die Pegnitz, Nürnbergs Stadtfluss, die Altstadt in zwei fast gleichgroße Hälften teilt, gehören Brücken schon seit dem Mittelalter zum Stadtbild. Anfangs waren es noch einfache, hölzerne Brücken und Stege die die Stadtteile verbanden. Erst ab dem 15. Jahrhundert wurden diese durch massive, steinerne Bauten ersetzt. Dies ­geschah nicht nur aus optischen ­Gründen – die einfachen ­Holzkonstruktionen wurden des ­Öfteren durch Hochwasser ­zerstört. Als bedeutsamster Brückenbau Europas in damaliger Zeit, galt die ­Fleischbrücke. Ihr Fundament ruht auf über 2000 Holzpfählen, die am ­Flussufer in den sumpfigen ­Untergrund eingelassen wurden. Sogar den ­Bombenhagel im Zweiten Weltkrieg hat das der ­Rialtobrücke ähnelnde ­Bauwerk unbeschadet überstanden. Auch der Kettensteg, Deutschlands erste frei schwebende, an Ketten hängende Flussbrücke war eine viel beachtete Pionierleistung. Die Maxbrücke ist die ­älteste, ­massiv aus Steinen errichtete ­Brücke ­innerhalb der Stadt ­Nürnberg, ­während die ­benachbarte ­Obere ­Karlsbrücke einen ­hölzernen ­Vorgänger ­hatte. Sowohl die ­obere als auch die ­untere ­Karlsbrücke konnte nun nach ­historischen ­Vorbild saniert werden und kurz vor dem ­Jahreswechsel ­wieder für die ­Öffentlichkeit frei­gegeben werden. Neben den ­historischen Zeichen, stellen die ­Brückenbauwerke ­wichtige ­Verkehrsbeziehungen dar. ­Jedes Jahr werden Stück für Stück der ­vorhandenen Brücken saniert. Rund 3 Millionen Euro ­werden ­dafür im ­städtischen Haushalt als ­Unterhaltsmittel zur Verfügung ­gestellt. Die größte Maßnahme im Bereich Brückenbau in den nächsten Jahren, stellen zweifelsohne die Neubauten der 3 Hafenbrücken dar. Rund 150 Millionen Euro werden hier investiert werden müssen. Leider ohne­ ­jegliche Unterstützung und Zuschüsse, muss dies die Stadt Nürnberg alleine ­bewerkstelligen.

Brücke Nordring

Im letzten Jahr hat die ­Sprengung der Brücke am Nordring für ­großes ­Aufsehen und Interesse gesorgt. ­Diese ­Bilder sind aber längest ­vergessen, jetzt ­wollen die ­Bürgerinnen und ­Bürger ­natürlich ­wissen, wie geht es bei der ­abgerissenen Brücke, welche an der Stelle einst eine Gleisanlagen der Deutschen Bahn überführt hat ­weiter. Folgendes lässt sich dazu aktuell sagen. Es steht und fällt alles mit einem dortigen großen ­Bauvorhaben. Nach Abschluss der Bautätigkeiten eines großen Gebäudekomplexes an der angrenzenden Fläche, was Ende 2020 nach derzeitigem Stand, der Fall sein soll, wird die Brücke wieder errichtet werden. Da die Hochbauten und die Brücke baubetrieblich nicht gleichzeitig errichtet werden können, ist der ­Brückenneubau ­frühestens ab dem Frühjahr 2021 ­möglich. Die ersten ­Vorarbeiten, wie die Beauftragung der ­Planungsleistungen für die Brücke starten aber bereits im Laufe des J­ahres 2018. Fest steht aber schon jetzt, dass die Brücke eine Breite von 4,50 Meter haben soll.

Bürgermeister Christian Vogel

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