Gedanken zu Maria Lichtmess am 2. Februar

26 Jan 2018

Jahrelang wartete er auf die Geburt des Messias, des prophezeiten Königs. Er hat wohl viel Unverständnis bei seinen ­Zeitgenossen geerntet, ja auch Spott, denn zu allen Zeiten achten die meisten auf Sichtbares wie Geld und­ ­Erfolg. Simeon hielt trotz allem geduldig an seiner Zuversicht fest und er durfte Jesus sehen, als Maria und Josef ihn 40 Tage nach seiner Geburt in den ­Tempel brachten, wie es im Judentum Pflicht war. ­Darum sollten wir diesen Festtag, nach dem auch in ­unserer ­Gegennd Jahresmärkte benannt sind, nicht mehr mit dem irreführenden Titel Maria Lichtmess bezeichnen, sondern von der Darstellung des HERRN reden. Der alte Simeon dankte und pries Gott von Herzen, obwohl er nur ein ­hilfloses Baby vor sich sah.

 

Simeon konnte in Frieden sterben, denn er hatte den Anbruch von Gottes neuer Welt erlebt. Glücklich, wer seinen ­Lebensweg so gelassen, so im Vertrauen auf Gott beenden kann! Simeon ahnte freilich, was geschehen würde: die ­Schrecken des Leidens und Sterbens Jesu, das Elend seiner Mutter unterm Kreuz. Auf Zweifel und Ablehnung werden auch wir treffen, wenn wir es mit dem Evangelium ernstmeinen. Anders als Simeon wissen wir, dass Christus auferstanden ist. So dürfen wir uns von dem alten Mann nicht im  Glauben überbieten lassen.  Wir halten das Evangelium in unseren Händen, wir sind getauft auf Jesus Christus. Wir dürfen u­nseres ewigen Heils gewiss sein. 
Pfr. Dr. Christian Fuchs

 

Die Bedeutung von „Mariä Lichtmess“

Ab jetzt viel Licht Kerzenweihen und Lichterprozessionen: 
Der 2. Februar ist ein wichtiger Tag im ­Kirchenkalender. An "Mariä Lichtmess" endete früher die Weihnachtszeit. Und spätestens jetzt merkt man: Die Tage werden wieder deutlich länger.

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