Am 7. Februar diskutierten die Teilnehmer des ­Dialog-Forums den Verlauf der StUB-Trasse –

22 Feb 2018

die bestmöglichste Streckenvariante soll gefunden werden. Alle Kriterien aus der Sicht des Fahrgastes, dem Verkehrsunternehmen, der Allgemeinheit und der Städte sollen mit einfließen... Wir sind dabei! Regionale Informationen aus erster Hand.

 

Jetzt geht es um den Verlauf der Trasse

Welche Alternativen gibt es zur ­aktuellen Vorschlags-Trasse der Stadt-Umland-Bahn (StUB) und nach welchen Kriterien werden sie bewertet? Um ­diese Fragen ging es beim zweiten T­reffen des Dialog-Forums zur StUB am 7. Februar. Hierzu waren rund 60­ ­Forums-Teilnehmer und 100 Gäste in den Erlanger Redoutensaal gekommen.

 

Bei seiner Begrüßung erinnerte ­Erlangens Oberbürgermeister Dr. ­Florian Janik, der den Vorsitz des Zweckverbandes StUB innehat, daran, dass es beim StUB-Projekt darum geht, umweltverträgliche Mobilität für einen modernen Wirtschaftsstandort und die gesamte Region zu ­gewährleisten. „Wir wollen weniger im Stau stehen und trotzdem mobil sein. Deshalb brauchen wir die ­Stadt-Umland- Bahn.“ Wie deren Trasse genau ­aussehen kann, wurde anschließend in acht ­Arbeitsgruppen beleuchtet. Sie ­befassten sich ­abschnittsweise mit der Trassenführung in Herzogenaurach, Erlangen- West, der ­Regnitzquerung, der Erlanger ­Innenstadt bis zum ­FAU-Südgelände sowie in Tennenlohe und Nürnberg. Zwei weitere Gruppen beschäftigten sich mit ­großräumigen Alternativen, eine davon speziell mit der Schärfung der vorliegenden ­Vorschläge zur ­Aurachtalbahn. ­Aktiv ­beteiligte sich an den mit großer ­Offenheit ­geführten ­Diskussionen auch der Erste ­Bürgermeister ­Herzogenaurachs Dr. German Hacker. „Ich habe den ­Eindruck, dass das gegenseitige ­Zuhören sehr wichtig ist, um ein ­Verständnis für die vielen ­verschiedenen Belange zu ­bekommen. Im persönlichen Austausch wird ­allen Beteiligten sehr schnell deutlich, wie komplex die Planung der StUB ­eigentlich ist.“

 

Viele Interessen, eine Trasse

Sechs Vorschläge hatten die ­Forumsteilnehmer bereits im Vorfeld abgegeben, weitere wurden direkt in den Arbeitsgruppen eingebracht. „Ziel der Veranstaltung war es, ­möglichst alle Varianten auf den Tisch zu ­bringen“, so Daniel Große-Verspohl, ­Geschäftsleiter des Zweckverbandes, „und erste Pro und Kontra-Punkte in der Diskussion zu sammeln, ­jedoch keine ­abschließende Auswahl zu ­treffen.“ Noch bis Ostern werden ­weitere ­Vorschläge erfasst. ­Hierzu steht ab sofort auf der StUB-Homepage unter ­­­­www.­stadtumlandbahn.de eine ­Möglichkeit zum ­Online-Dialog zur ­Verfügung.

 

Darüber, wie es mit den ­unterschiedlichen Alternativen für die Trassenführung weitergehen soll, i­nformierte der ­Verkehrsgutachter Dr. Martin Arnold von Intraplan. Er ist der Verfasser der bisherigen ­Kosten-Nutzen-Untersuchung. „Um möglichst objektiv zu urteilen, sollte man alle ­Varianten mit einheitlichem ­Maßstab messen“, so der ­Planungsexperte. ­Hierfür bedürfe es fester Kriterien,­ ­welche die ­unterschiedlichen ­Interessen von ­Fahrgästen, ­Städten, ­Verkehrsunternehmen und der ­Allgemeinheit berücksichtigen. ­Während beispielsweise ein ­Fahrgast wünscht, dass ihn die StUB schnell sowie ohne Umsteigen ans Ziel bringt und der Weg zur ­Haltestelle kurz ist, ist es im ­Interesse der ­Allgemeinheit, dass möglichst keine Biotope ­beeinträchtigt werden. „Aus den ­verschiedenen Zielen ­ergeben sich ­Kriterien wie ­Finanzierbarkeit, Verkehrsver­lagerungen, ­Emissionen oder ­Reisezeiten“, so Dr. Arnold. Beim Dialog-Forum wurden die Kriterien zur Beurteilung der Trassenvarianten den Teilnehmern ­vorgestellt und diskutiert. Einige ­Teilnehmer äußerten dabei auch den Wunsch, weitere Kriterien ­hinzuzufügen.

 

Am Ende des Abends lobten ­viele ­Teilnehmer den konstruktiven ­Austausch in den Arbeitsgruppen und äußerten sich gespannt auf die weitere ­Umsetzung. Und auch Daniel ­Große-Verspohl sieht die StUB auf einem guten Weg. „Mit der ­heutigen ­Veranstaltung sind wir bei den ­konkreten Planungen zur StUB einen großen Schritt vorangekommen. Ich bin zuversichtlich, dass über den Online-Dialog noch einige weitere interessante Vorschläge eingebracht werden.“

 

Folgetermine vor Ort

Weitere Termine des Dialog-Forums sind bereits festgelegt. Dabei werden Teilstrecken der Trasse gemeinsam vor Ort begangen. So wird es am 8. März um Details zur­ ­Nürnberger Straße in Erlangen gehen. Bereits am 14. März folgt ein ­Termin in Herzogenaurach und am 21. März steht die ­Regnitz­querung im Mittelpunkt. Am 2. Mai folgt die Trassenbegehung in Tennenlohe und am 6. Juni ein Ortstermin in Büchenbach. Treffpunkt ist jeweils um 17 Uhr. Einzelheiten zu den Terminen werden in der Presse und unter www.stadtumlandbahn.de veröffentlicht.

 

Ab sofort besteht auf der Homepage der Stadt-Umland-Bahn die Möglichkeit, Anregungen zum Trassenverlauf auf einer ­Karte zu markieren und mit Kommentaren zu versehen. Noch bis Ostern werden darüber Alternativen und Variante

 

n zur ­bisher vorgeschlagenen Trasse gesammelt. Sie ergänzen die im Dialog-Forum bereits vorgestellten und ­erarbeiteten ­Vorschläge.

 

Zur Orientierung ist auf der Karte unter www.stadtumlandbahn.de/dialog/edialog/schon die Trasse eingezeichnet, die im Jahr 2012 für den Z­uschussrahmenantrag bei Bund und Freistaat ­eingereicht wurde und welche die derzeitige Grundlage für die Planung bildet.

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