Das Boxdorfer Kabinettla spielte: Männer haben´s auch nicht leicht oder : Kärwa ist nur einmal im Jahr

25 Oct 2018

Am vorletzten Oktoberwochenende wurde die Mehrzweckhalle wieder zur Bühne fürs Laienspiel, das sich diesmal der Emanzipation des Mannes angenommen hatte. Im Mittelpunkt des Geschehens in drei Akten von Regina Rösch steht der ewige Junggeselle, der über alle diejenigen triumphiert, die sich ein Eheleben angetan haben. Zu Rudolf Struppes (Mike Lewis) Urteil über die Weiblichkeit trägt sicher auch seine Schwester Apollonia (Claudia Jakob) bei, die ihre Fürsorge gegenüber ihrem Bruder in purem Putzwahn ausarten lässt und sowohl vor Feiertagen, als auch vor der Kerwa alles entfernt, was irgendwie nach Schmutz, Bakterien und getragener Lieblingskleidung aussieht. Rudolf bangt sogar um seine Sammlung von Weißbiergläsern. Wie soll unter diesen widrigen Umständen eine Kirchweih organisiert werden. Zwar können dem Rudolf der Schorsch (Konrad Gruber) und der Willi (Jochen Gemmel) zunächst nicht helfen, die besseren Hälften von Rudolfs Freunden (Anita Igelhaut, Ilse Fritsche) halten sich aber mit ihren guten Ratschlägen nicht zurück. 

Um Apollonias Fürsorge möglichst bald wieder los zu werden hilft nur noch eine `Scheinehe´, die dem ungeliebten Putzteufel ein `ordentliches´ Haus und Eheleben vortäuschen soll. Doch Rudolf ist überhaupt nicht begeistert, fürchtet er doch schwere Folgen nach diesem Experiment, die ihn um seine Junggesellenfreiheiten und seine Liebe zu Bier und Stadtwurst bringen könnten. 

Auch der schöne Gustav (Andreas Riedl) will sich nicht in Apollonia verlieben, um sie von ihrem Putzwahn abzulenken. Er steht mehr auf Charlotte (Corinna Mai), die aber ihren Vinzenz (Alexander Fritsche) strapaziert. 

Erst als dem Rudolf im Traum putzende Vampire erscheinen beginnt er über die Vorschläge seiner Freunde nachzudenken, doch die Umsetzung des Heiratsvorschlags in die Wirklichkeit lässt etwas zu wünschen übrig und fliegt auf. Scließlich erbt die unscheinbare Irene (Monika Simeth) eine Metgerei, die auch Stadtwurst herstellt, dem kann der mürbe gewordene Rudolf dann doch nicht widerstehen. 

Am Ende der Vorstellung wünschte Roland Gruber den Zuschauern, sie mögen etwas von dem Frohsinn, den sie mit dem Theaterstück erleben konnten, mit hinaus nehmen und sich über den Heimweg hinweg erhalten. 

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